Meran, 16. April 2019

Wir sind die Kurden Italiens, sagt nach der Lesung ein Mann aus dem Publikum, vielleicht Anfang 30. Er sagt das auf Deutsch. Das Ende des Ersten Weltkriegs, natürlich. Österreich-Ungarn zerschlagen, der Grenzstein am Brenner. Italienisierung. Was wir über Atatürk vorlesen und über die ersten Jahre der modernen Türkei, ist in Südtirol so nah wie nirgendwo sonst auf unserer Tour. Continue reading „Meran, 16. April 2019“

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Bad Kreuznach, 30. März 2019

Die Pressearbeit war großartig. Ankündigung über Ankündigung. Volker ist Pressesprecher beim DGB. Ehrenamtlich, versteht sich. Ein Profi, der jeden kennt in den Lokalredaktionen. Der Wettergott liest offenbar keine Zeitung, immer noch nicht. Anders ist kaum zu erklären, warum er an diesem Samstag die Sonne scheinen lässt, als ob der Frühling morgen schon vorbei wäre. Continue reading „Bad Kreuznach, 30. März 2019“

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Trier, 28. März 2019

Nun sind wir also bei Karl Marx. Das erste Exemplar des Buchs haben wir im September mit nach Peking genommen. Jetzt liegt das gute Stück dem Riesen im Herzen von Trier zu Füßen, nur für ein Foto natürlich. Die Statue kommt aus China und gefällt längst nicht jedem in der Stadt. Manche mögen auch einfach die Spender nicht. Continue reading „Trier, 28. März 2019“

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Berlin, 27. März 2019

Nach sieben Wochen geht es weiter. Die Pause hat gut getan. In sechs Monaten Lesetour ist vieles zu kurz gekommen: Familie, Freunde, Urlaub und Politik (Westsahara). Zu Beginn steht Berlin auf dem Plan. Eingeladen haben die studierenden Frauen und Männer aus Kurdistan (JXK & YXK). Gerade finden dort die Kurdischen Kulturtage statt. Auf dem Programm stehen Filmabende, ein Govend-Tanzworkshop, Kochen und eben die Buchvorstellung. Continue reading „Berlin, 27. März 2019“

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Heidelberg, 6. Februar 2019

In Mannheim in die Tram steigen und in ein paar Minuten in eine andere Welt fahren. Heidelberg. Tradition pur. Die älteste Universität Deutschlands. Am Schlossberg hat Hannah Arendt gewohnt, von 1926 bis 1928. Das Haus steht nicht mehr, aber es gibt ein Schild. Das ist gut, denn kaum eine Theoretikerin hat mehr über das Hier und Jetzt zu sagen als Hannah Arendt. Direkt gegenüber haust die Burschenschaft Normannia. Verbindungen sind ja an sich schon schlimm, sagt Alex Hummel, der unsere Lesung organisiert hat. Aber die setzen dem Ganzen die Krone auf. Continue reading „Heidelberg, 6. Februar 2019“

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